Filmkritik: Chernobyl Diaries

Chernobyl Diaries – 2012(USA) – Regie: Bradley Parker –  Drehbuch: Oren Peli – Schauspieler: Ingrid Bolso Berdal, Dimitri Diatchenko, Olivia Dudley, Devin Kelley – Länge: 82 Minuten – Jugendfreigabe: 16 Jahre

Eine Gruppe von jungen Amerikanern macht eine Europatour. Dabei besuchen sie den Bruder von Chris (Jesse McCartney). Paul (Jonathan Sadowski) lebt ganz in der Nähe von Chernobyl. Dort kam es 1986 zu einem folgenschweren Unfall, wo ein Atomreaktor explodierte und die Gegend rund herum radioaktiv verstrahlte. Die Freunde wollen eine Tour durch das verseuchte Gebiet machen. Zusammen mit Ihrem Leiter machen sie sich auf den Weg. Dort werden sie aber vom Militär aufgehalten. Aber dennoch schaffen sie es in das Gebiet zu kommen und schauen sich um. Als sie wieder zurück fahren wollen, wurde Ihr Wagen lahm gelegt. Wer, oder was es auch war, will nicht, dass sie gehen.

Atmo-Killer


 

Preisfrage. Was haben Paranormal Activity und Chernobyl Diaries gemeinsam? Richtig! Sie sind beide stinkend langweilig und wurden von Oren Peli erdacht und produziert. Die Prämisse an sich klingt zwar nicht schlecht und bietet viel Platz für gute Ideen. Alte Ruinen, Wälder, verlassene Fabriken. All das könnte man gut nutzen. Doch das Einzige was er nutzt sind unterirdische Gewölbe, ein Schrottplatz und das Auto des Tourführers. Sämtliche Schockmomente gehen dabei flöten und sind sehr vorhersehbar. Zudem geht die Atmosphäre gegen Null, wenn ich nur an die bekloppte Logik der handelnden Schauspieler denke. Ein Beispiel: Sie müssen die Nacht in dem Auto verbringen. Einer verschwindet, ein anderer wird verletzt… Ich meine ich kann verstehen, warum sie nicht am Anfang jemanden kontaktiert haben. Denn sie sind schließlich Illegal auf dem Gelände. Aber warum niemand nach dieser Nacht sein Handy zückt und so schnell die Tasten drückt, dass es quasi anfängt zu dampfen beginnt ist mir bis heute ein Rätsel.

Quelle: http://i2.cdn.turner.com/cnn/dam/assets/120531074945-chernobyl-diaries-story-top.jpg

Quelle: http://i2.cdn.turner.com/cnn/dam/assets/120531074945-chernobyl-diaries-story-top.jpg

Paranormal Activity. Nur noch blöder.


Am Anfang als ich den Trailer gestartet habe, dachte ich mir: „Hey, ein Found-Footage-Film.“. Und am Anfang des Films dachte ich das auch nicht. Bis mir irgendwann aufgefallen ist: „Hey, kein Found-Footage-Film.“ Erst in meiner weiteren Recherche wurde mir bewusst, dass der Macher von Paranormal Activity hier am Werk war. Hätte ich das gewusst, wäre ich nicht auf die Idee gekommen den Film zu schauen. Das merkt man auch sehr stark. Obwohl es kein FF-Film ist, so wird die Kamera in diesem Stil bewegt. So, wie sie durch die Locarnos geführt wird – Immer im Auto, keine Landschaftausnahmen, keine Aussenperspektive – und bei Verfolgungen – Immer bei den anderen Menschen der Gruppe, zittrig, etc. Für den Film wäre es wohl das beste gewesen, wenn sie entweder eine normale Kameraführung gewählt, oder es gleich in FF (Found-Footage) gemacht hätten. Was die Handlung angeht, wurde nur das minimaoistischste erzählt, was möglich war. „Jugendliche gehen nach Chernobyl. Menschen sterben. Sie rennen um Ihr leben. Keiner weiß, was sie angreift.“ Bumm. Fertig. Nur am Ende bekommt der Zuschauer mit, worum es sich „ungefähr“ handeln könnte – Wobei das Ende generell beschissen ist. Da hat jeder 0-8-15 Horrorfilm, der mit fünf Jugendlichen in einer Waldhütte spielt mehr Substanz, als es hier der Fall ist. Ein wenig Story hätte dem ganzen Konzept gut getan. Das Einzige, was ich den Machern zu gute halten muss ist die Location. Diese sieht nicht schlecht aus. Für ein paar Minuten dachte ich sogar, dass sie es wirklich in Chernobyl gedreht haben. Das muss aber nicht auf jeden zutreffen, da ich ein absoluter Fanatiker von zerstörten Welten bin und quasi jede Ruine nice finde, die sehr stark herunter gekommen aussieht.

Quelle: http://www.aceshowbiz.com/images/still/chernobyl-diaries01.jpg

Quelle: http://www.aceshowbiz.com/images/still/chernobyl-diaries01.jpg

Fazit


 

Ich empfehle diesen Film wirklich niemanden. Er ist kein guter Horrorfilm. Nicht Mal ein Mittelmäßiger. Er hat kein gutes Drehbuch, die Kamera ist Müll und die Schauspieler haben nichts auf den Kasten. Man sollte Ihn sich nicht alleine anschauen. Ich finde man hat nur Freude daran, wenn man mit einem guten Kumpel zusammen bei einem Bier sich den Film anschaut und sich darüber lustig macht. Ich glaube mit einer der schlechtesten (von sich selbst überzeugtesten) Horrorfilme, die ich jemals gesehen habe.   Was haltet Ihr vom Film? Schreibt es einfach in die Kommentare. Wird würde uns über eure Meinung freuen. Rezzi_Film_38

Trailer – Chernobyl Diaries


Kurzfazit nach dem Film


 

Zum Schluss kommt noch etwas Gutes. Hier könnt Ihr euch ein kleines Audiofile – ca. 8- 10 Minuten – anhören, dass ich direkt nach dem Film aufgenommen habe. Das findet Ihr bei alle aktuellen Filmkritiken ganz unten. Ich muss aber darauf hinweisen, dass hier nicht so viele Informationen wie im Artikel stehen, da ich für die Kritik deutlich mehr Zeit hatte. Es ist einfach ein kleines Extra zum anhören. Viel Spaß!

Kuhra

Author: Kuhra

Ich bin einer der Gründer von Rezessition und bin hauptsächlich im redaktionellen Bereich unterwegs. Aber auch der Podcast und gewisse andere Bereiche fallen unter meine Aufsicht.

Share This Post On

Kommentar absenden

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

* Copy This Password *

* Type Or Paste Password Here *

3.488Spam-Kommentare bisher blockiert vonSpam Free Wordpress