Filmkritik: Vampire Nation

Vampire Nation – 2010(USA) – Regie: Jim Mickle –  Drehbuch: Jim Mickle, Nick Damici – Schauspieler: Connor Paolo, Nick Damici, Kelly McGillis, Michael Cerveris, Sean Nelson, Danielle Harris, Bonnie Dennison – Länge: 98 Minuten – Jugendfreigabe: 18 Jahre

Die Welt ist zerstört. Eine Untote Bedrohung hat sie für sich beansprucht. Sie kamen quasi aus dem nichts und verbreiteten sich mit einer unglaublichen Geschwindigkeit. Die Menschen versuchen zu überleben. Ob alleine, oder in einer Gruppe ist egal. Jeder denkt nur an sich. Zwar gibt es noch ein paar Orte, wo noch zivilisiertes leben möglich ist, aber diese sind rar gesät. Nein, es sind nicht Zombies die die Welt nun schon zum fünf-tausendsten Mal in Schutt und Asche gelegt haben. Dieses Mal sind die lieben Vampire an der Reihe. Obwohl das Grundprinzip eigentlich gleich bleibt.

In dieser Welt muss Martin (Connor Paolo) überleben. Denn seine komplette Familie wurde von den Vampiren dahin gerafft. Er konnte nur überleben, weil zufällig Mister (Nick Damici) Ihn gerettet hat. Seit diesem Tag reisen die Beiden zusammen durch die USA um nach New Eden (Kanada) zu kommen. Dort soll es nämlich keine Vampire geben, weil sie das kalte Klima nicht vertragen. Auf Ihrer Reise treffen sie auf verschiedene Menschen, die sich Mal und Mal auch nicht Ihrer Gruppe anschließen. Aber Martin und Mister müssen nicht nur auf Vampire acht geben. Auf den Straßen der USA hat sich eine Sekte ausgebreitet. Die Bruderschaft verehrt die Vampire und will deren Aufstieg über die komplette Menschheit ermöglichen.

 

 

Die vier Parteien

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Die Geschichte ist wirklich gut gewählt. Die verschiedenen Schicksalsschläge der Charaktere wirken sehr Real. Grundsätzlich wirkt der Film auch sehr “echt”. Denn dort wurde endlich Mal eine glaubhafte Gesellschaft aufgebaut. Es gibt vier verschiedene Parteien. Die reisenden Menschen (bzw. die Jäger) ziehen durchs Land, töten Vampire und versuchen sich irgendwie durch zu schlagen. Dann gibt es noch die Sesshaften. Diese haben sich einen kleinen Ort aufgebaut, wo theoretisch jeder rein kann um seine Vorräte auf zu frischen, übernachten und sogar wohnen kann. Solange das Geld stimmt und die Person auch keine Bedrohung darstellt. Die Bruderschaft ist einfach eine verrückte Sekte, die aber auch eine sehr starke Bedrohung ist. Viele Menschen verlieren in einer Apokalypse den Verstand und schließen sich dann denen an. Sie können Landesweit agieren. Und zu guter letzt gibt es noch die Vampire. Das Einzige, was sie mit Zombie gemein haben ist, dass sie alles angreifen, was Ihnen in die Quere kommt. Sie töten es und verwandeln es dann. Töten kann man die Vampire mit einem Pflock durchs Herz und das zerstören den Gehirns. Letzteres scheint immer eine Universallösung zu sein. Und ich finde, dass diese vier Parteien sich sehr gut ergänzen. Auf der einen Seite die Bedrohung und auf der anderen die Hoffnung.

Quelle: http://www.dvdactive.com/images/reviews/screenshot/2011/10/stakelandbdcap2_original.jpg

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Der Horror der Charaktere

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Was ich dem Film nur kurz ankreiden muss ist, dass es dem Genre Horror nicht gerecht wird. Vielleicht liegt das auch einfach an mir, weil ich schon zu viele gesehen habe, aber erschreckt habe ich mich nicht. Für mich war der Film eine brutalere The Road Version mit Vampire. Was auf keinen Fall schlecht ist, aber dazu komme ich später noch bei meinem Fazit.

Ich finde die wahre Stärke von Vampire Nation liegt einfach bei den Charakteren. Diese sind meiner Meinung nach sehr gut geschrieben und handeln auch glaubwürdig. Auch wenn ich die beiden Hauptcharaktere Martin und Mister am Anfang nicht wirklich mochte, sind sie mir während der eineinhalb Stunden doch ans Herz gewachsen. Sie finden neue Freunde und verlieren Sie dann auch wieder.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Matin erzählt und mündet daher auch in viele Monologe, wo er die Situation erläutert und sein persönliches Empfinden preisgibt. Durch Ihn lernt man als Zuschauer die anderen Charaktere erst richtig kennen.

Quelle: http://3.bp.blogspot.com/-DhWu2tDCEcM/Tp5_md-0PlI/AAAAAAAAAHk/MNZGW0h_SEM/s1600/9.jpg

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Fazit

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Was ich bis heute noch nicht heraus gefunden habe ist, ob die Vampire durch eine Infektion entstanden sind, oder ob es sie schon immer gab und nur niemand sie entdeckt hat. Vielleicht habe ich die Erklärung auch einfach nur verpasst. Im Endeffekt ist es auch egal. Es ist sehr erfrischend neben Zombies auch Mal eine andere Bedrohung zu sehen. Auch wenn sie sich vom Verhalten her nicht wirklich von Zombies unterscheiden. Die komplette Stimmung passt einfach. Es ist ein Road-Movie und auch noch ein guter. Normalerweise stehe ich nicht wirklich auf solche Filme, aber hier wurde sehr gute Arbeit abgeliefert. Ich finde es beeindruckend, was der Regisseur Jim Mickle alles mit nur 650.000 Dollar Budget erreichen konnte. Respekt an dieser Stelle. Aber auch die Schauspieler sind gut. Zwar nicht alle auf dem gleichen Niveau, aber dennoch anschauenswert. Alles in allem bin ich von dem Vampire Nation beeindruckt. Er hat mich überrascht, obwohl der Anfang etwas holprig war. Also nicht verzagen, wenne uch ähnlich geht.

Was haltet Ihr von Vampire Nation? Schreibt es einfach in die Kommentare. Wir würden uns über eine kleine Diskussion freuen.

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Trailer – Vampire Nation

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Kuhra

Author: Kuhra

Ich bin einer der Gründer von Rezessition und bin hauptsächlich im redaktionellen Bereich unterwegs. Aber auch der Podcast und gewisse andere Bereiche fallen unter meine Aufsicht.

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