Gamekritik: Mirrors Edge

Mirror’s Edge – 2008 (USA) – Publisher: Electronic Arts (EA) – Entwickler: DICE – Genre: Action-Adventure – Platform: PC, PlayStation 3, Xbox 360 – Singleplayer – Spielzeit: 7 Stunden – Jugendfreigabe: 16 Jahren

Schnell über das Geländer, dann auf das Auto. Nun die Wand hoch und dann über die Leiter auf das Dach. Von dort aus auf das nächste Dach und ab durch die Tür. Was für euch wie eine wirre Wegbeschreibung klingt ist in EA’s Mirror’s Edge Realität. Denn Parkour ist das Fortbewegungsmittel im Spiel. In einer scheinbar perfekten und Primärfarben dominierenden Welt. Ob dieses Spielkonzept auf geht, oder ob es nur heiße Luft ist erfahrt Ihr in der folgenden Gamekritik.

 

Die Verschwörung

 

Die Story ist sehr schnell abgehandelt. Der Spieler schlüpft in den Charakter von Faith. Sie ist eine Runnerin und transportiert Päckchen von einem Punkt zum Anderen. Im Prinzip wie ein Fahrradkurier, aber mit dem feinen Unterschied, dass dies über den Dächern statt findet. Eines Tages wird Ihre Schwester verdächtigt ein hohes Tier in der Politik ermordet zu haben. Faith versucht nun heraus zu finden, wer hinter dieser Sache steckt.

Die Geschichte an sich ist solide aufgebaut und für mich, als Story-Fanatiker, zufrieden stellend. Sie beinhaltet zwar keine sehr überraschende Wendungen, aber macht trotzdem Spaß sie mit zu erleben. Aber hier wird sofort bemerkt, dass das Hauptaugenmerk nicht auf die Handlung gelegt wurde. Das Gameplay ist das, was heraus stechen soll.  Denn das komplette Spiel wird in der Ego-Perspektive gespielt. Nur in den Zwischensequenzen wird auch Mal Faith als ganzes gezeigt. Aber nur in einem Comiclook.

Quelle: http://g-ecx.images-amazon.com/images/G/03/videogames/m/detail/ps3xbox/mirrorsedge_01.jpg

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Wer ist der schnellste?

 

Spieler, die sehr schnell zu Übelkeit neigen, sollten dann doch lieber einen Bogen darum machen. Denn sowohl das Abrollen nach einem tiefen Sprung, oder der Zick-Zack Sprung um an einer gegenüber liegenden Mauer hoch zu kommen werden sehr schnell und intensiv gezeigt. Da frage ich mich selbst, wie das dann mit der Oculus Rift aussehen würde. Da wäre selbst mir dann schlecht und hätte Höhenangst. By the Way: Man kann seine Füße sehen. Das macht es für mich schon zu einem Grandiosen Ego-Spiel.

Das Spiel führt euch über sämtliche Ariale. Seien es die Dächer der Stadt, die Kanalisation, oder die normalen Straßen. Dabei ist alles sehr ausgewogen. Was aber sehr schade ist, dass nicht sehr viel Freiheit herrscht. Es gibt meistens nur zwei bis drei mögliche Wege um an das Ziel zu kommen. Von einem Spiel was Parkour als Fortbewegungsmittelt nutzt, hätte ich mir mehr Freiheiten gewünscht. So ist es “nur” ein Streckenparkour mit klaren Abgrenzungen. Was aber nicht heißen soll, dass es keinen Spaß macht. Außerhalb des Story-Modus ist es möglich die schon abgelaufenen Strecken noch einmal separat ab zu laufen. Dann könnt Ihr neue Rekorde frei schalten.

Quelle: http://mediang.gameswelt.net/public/images/200811/5740b53c4cd39d6ac4c38801d26ea0b7.jpg

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Ab in den Kampf

 

Der Kampf ist auch ein wichtiger Teil des Spiels. Hier hat der Spieler zwei Möglichkeiten um die Konfrontation entgegen zu treten. Kämpfen oder laufen. Wie es für eine Runnerin üblich ist, kann Faith mit Ihren Bewegungskünsten sehr schnell entkommen. Dabei werdet Ihr natürlich von allen Seiten beschossen und müsst euch beeilen um heil aus der Sache wieder heraus zu kommen. Dabei ist es möglich im Eifer des Gefechts Mal die Orientierung zu verlieren. Da helfen einem, sofern man Sie aktiviert hat, die rot markierten Punkte. Der Runnerblick, so wie ich ihn nenne. Mit dieser Hilfe werden Rohre, Leitern, Kisten, etc. rot angezeigt an denen der Spieler erkennt, wo es weiter geht. Sie sind leider nicht immer perfekt gesetzt, so dass man trotzdem des Öfteren die Orientierung verliert.

Der direkte Kampf ist das schon eine andere Hausnummer. Logischer weise haben die Gegner in Mirror’s Edge Waffen unterschiedlichster Art. Es ist euch möglich die Gegner zu entwaffnen. Das kann aber, je nach Schwierigkeitsgrad, eine heikle Sache werden. Denn dieser Move ist vom Timing sehr abhängig. Hat man es geschafft ist auch das Schießen möglich. Denn Faith hat nie selbst eine Waffe dabei. Ich bevorzuge aber eher Möglichkeit Nummer eins. Denn das ist meiner Meinung nach die spannendere Methode und trägt noch beim Spielflow bei.

Quelle: http://static.stuff.co.nz/1289860208/423/4349423.jpg

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Da wir gerade beim Thema Flow sind. Das kann in Mirror’s Edge ein sehr großes Problem werden. Denn das Spiel ist verdammt schwer, was diese Sache angeht. Ihr werdet sehr oft runter fallen, den Weg nicht finden, oder auf andere Art und Weise sterben/aufgehalten. Das kann manchmal frustiger als ein Dark Souls werden und holt einen sehr oft aus dem Spielgefühl. Damit Mirror’s Edge auch richtig Spaß macht, müsst Ihr die Strecke besser als euer Zimmer kennen. Denn dann entsteht ein Geschwindigkeitsrausch, der einfach nur Spaß macht. Deswegen ist in meinen Augen auch der Zeitmodus eine gute Implementierung gewesen.

Damit sollte alles zum Thema Gameplay gesagt sein. Was die Technik angeht, ist Sie für die heutigen Verhältnisse noch gut. Es sind zwar viele matschige Texturen zu finden, aber durch das ganze Design und der Welt und die vielen verschiedenen Farben fällt das nicht wirklich auf. Es sei denn einer bleibt absichtlich stehen und schaut in jede Ecke. Wobei stehen bleiben nicht im Sinne eines Parkour-Spiels ist.

 

Fazit

 

Alles in allem ist Mirror’s Edge ein gutes Spiel, was definitiv nicht in der Steam-, bzw. Origin-Liste fehlen darf. Falls Ihr noch nicht gänzlich überzeugt seid, dann schaut einfach den Trailer noch an. Was haltet Ihr vom Spiel? Schreibt es einfach in die Kommentare.

Rezzi_Spiel_84

 

Gametest von Kuhra


 

Trailer

Kuhra

Author: Kuhra

Ich bin einer der Gründer von Rezessition und bin hauptsächlich im redaktionellen Bereich unterwegs. Aber auch der Podcast und gewisse andere Bereiche fallen unter meine Aufsicht.

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